Zuckersüßer Nebel

zuckersüßer Nebel

Zuckersüßer Nebel

Dicht und undurchdringlich
grau und schwer
und kalt und feucht
alles eingenebelt heut
die Umgebung kaum zu ahnen
Sind das kahle Bäume
oder geht da grade wer?
Halloween lässt grüßen?

Endlich aufgerafft zur Samstagmorgenpflicht
durch eine nebelsichtversperrte Gasse
zwischen dornigkahlen Friedhofssträuchern
findet sich das efeuüberwucherte Familiengrab
wird ein Allerseelenkerzenlicht darauf gestellt
Doch die Nebelschwaden schlucken
jedes Fünkchen Schein
Ist das heut ein Nebelgeisterteufelstag?

Auf dem Rückweg noch zum DönerImbiss
entspanntes Plaudern drinnen ohne wahrzunehmen
dass die Sonne zarte blasse Strahlen schickt
Hände klebrig von Baklava
als der Chef auf einmal ruft und lacht:
Guckt mal raus, heut nebelts Zucker!
Das helle Mittagslicht entblößt uns
eine glitzerweiß ganz zart verzuckerte Welt!

Hm, zuckersüßer Nebel !

© Beria 7.11.2015
(vgl Gen 1,3; Jes 44,22; 2.Kor 4,6; Joh 1,5)