Mondeslicht

c. beria

Mondeslicht

Golden
leuchtet uns
der Mond entgegen

Gerade erst
am Abendhimmel aufgegangen
hat er der kupfern untergehnden Sonne
noch einwenig ihrer Farbe abgeluchst

Größer
als in dunkler Nacht
Wärmer
als am frühen Morgen
lacht sein Licht
in den letzten lauen
Eisschleckabend
dieses Jahrs

Und
im Übermut der Lebensfreude
tanzen wir
im goldnen Mondeslicht

Zu Hause in der Nacht
schaue ich
ins bleiche Mondeslicht
erkenne
Du lebst nicht
aus eigner Energie
spiegelst nur
das Sonnenlicht des Tages

Beschließe augenblicklich
auch nicht mehr
aus eigner schwacher Kraft
zu existieren
sondern nehm
das Lebenslicht des Schöpfers
in mich auf

Lasse
mich bescheinen
wie der Mond
werde nicht verlöschen
auch
bei Neumond nicht

Und
im Übermut der Lebensfreude
tanzen wir
dann selbst
als Mondeslicht

© Beria 15.9.2019